Wie oft muss der Rasen bewässert werden?

rasen bewässeernLeider reicht es nicht aus, den eigenen Garten der Natur zu überlassen. Zwar wächst das Gras überall, auch dort, wo der Mensch nicht nachhilft. Aber trotzdem benötigt jeder Rasen regelmäßig Wasser. Daher sollte man hier einige Tipps beachten, damit der Rasen weder vertrocknet, noch durch Nässe zerstört wird.

Wie oft sollte man gießen?

Eine goldene Regel lautet: Niemals zu oft und mit einer zu geringen Wassermenge gießen. Dann passiert folgendes: Das Gras bildet seine Wurzeln kurz unter der Erdoberfläche. Damit wird das Gras jedoch geschwächt und wird empfindlich gegenüber trockenen Zeiten. Sinnvoller ist es, den Rasen im Abstand von sieben Tagen zu gießen, dann jedoch mit einer höheren Menge Wasser. Experten raten dazu, an einer Stelle mindestens zwanzig Minuten lang zu bewässern. Das Wasser sollte dann mindestens bis zehn Zentimeter unter die Erde gelangen können. Nur dann entwickelt sich ein strapazierfähiger, gesunder Rasen, der seine Besitzer mit einem satten, frischen Grün begeistert.

Natürlich sollte man niemals direkt vor dem Mähen gießen. Damit erschwert man sich das Mähen, denn kaum ein Rasenmäher ist in der Lage, nasses Gras zu mähen. Ob es solche Modelle gibt, erfahren Sie unter www.gartus.de

 

Der perfekte Zeitpunkt zum Gießen

Die meisten Gartenbesitzer gehen hier unbewusst richtig vor: Sie gießen den Garten am Abend. Warum? Nun, dann kommen Sie von der Arbeit heim und haben Zeit dafür. Dass es sich hierbei um den perfekten Zeitpunkt handelt, liegt an der folgenden Tatsache: Würde das Gras zur Mittagszeit gegossen werden, während die Sonne scheint, so könnte  das Brennglas-Prinzip eintreten: Die Wassertropfen auf den Grashalmen fungieren hier wie eine Lupe und können das Gras zum Brennen bringen. Natürlich treten dann keine meterhohen Flammen auf, aber das Gras wird unansehnlich braun. Fachleute sagen hierzu, dass das Gras verbrennt.

 

Bewässerungssysteme nutzen

Sinnvoll sind auch automatische Bewässerungssysteme, bei denen man die Uhrzeit einstellen kann. Dann muss man sich selbst um gar nichts mehr kümmern, außer die Anlage zu installieren. Moderne Varianten bieten die Möglichkeit, die Wassermenge und die Dauer der Bewässerung immer wieder der momentanen Situation anzupassen. Schließlich muss man an Regentagen entweder gar nicht oder mit einer geringeren Wassermenge gießen. Wer sich bei seiner Bewässerungsanlage nur auf ein Programm verlässt, der überschüttet das Gras entweder mit Wasser oder er lässt den Rasen austrocknen. Wichtig ist laut Aussage von Experten, dass an Regentagen nachgegossen wird. Denn meist reicht das Regenwasser nicht aus – es sei denn, es regnet 24 Stunden pro Tag.

Der größte Vorteil von Bewässerungsanlagen besteht jedoch darin, dass man hierzu nicht anwesend sein muss. Wer gerne übers Wochenende wegfährt, muss demnach nicht mehr seine Freunde, Bekannte oder Nachbarn um das Gießen bitten. Allerdings muss dann gewährleistet sein, dass der gesamte Garten gegossen wird. Oder aber man entscheidet sich für mehrere Anlagen, die gleichmäßig verteilt werden.

Zu beachten wäre noch, dass das Gras unter Bäumen oder Sträuchern weniger Regenwasser erhält – die Blätter verhindern das Durchdringen. Diese Stellen benötigen daher eine besondere Aufmerksamkeit.

Ein letzter Tipp lautet: Niemals bewässern, wenn der Boden ausgetrocknet ist. Dann läuft das Wasser durch und die Rasenwurzeln erhalten kein Wasser. Daher: Regelmäßig gießen, damit kein wüstenähnlicher Boden entsteht.