Edition 07: Kontext als Lösung des Online Dilemmas der Medien
Wo liegt der Mehrwert von Online-Medientiteln, mit denen Sie die Aufmerksamkeit und Treue ihrer Nutzer gewinnen und aufrechterhalten können? Mit dieser zentralen Fragestellung in Zeiten von wachsenden Social Media Angeboten beschäftigt sich das Social Media FORUM am 28. September in Hamburg. Zum siebten Mal diskutieren bei der Konferenz zahlreiche Branchenvertreter über die Entwicklungsmöglichkeiten für Medien im Social Web.
Im Mittelpunkt des Social Media FORUMs steht eine aktuelle Diskussion von der amerikanischen Medienkonferenz SXSW in Austin, TX. Hier diskutierten Jay Rosen (Professor für Journalismus, NYU), Matt Thompson (Research Fellow, Reynolds Journalism Institute), Tristan Harris (CEO, Apture) and Staci Kramer (Co-editor, ContentNext Media) über die Bedeutung von Kontext als Mehrwert-Faktor für Online-Titel, mit dem der schleichende Untergang der Medien im Umfeld des Social Webs Einhalt geboten werden kann. Denn je aktueller die Medieninhalte sind, desto weniger sind sie durch die Macht von Google und der sozialen Medien "einzigartig". Kontext-Informationen in Form von Themenstrecken, Dossiers, der Einordnung in Taxonomien und der "Zuspitzung" auf spezielle lokale Interessenslagen können diesen "Einzigartigkeitsfaktor" wieder herstellen.
Beim Social Media FORUM 007 konferieren Vertreter von WAZ, Gruner & Jahr, Burda und anderen deutschen Medienunternehmen anhand von Projektberichten mögliche konzeptionelle Ansatzpunkte zur Ausgestaltung von Kontext-Strategien. Ergänzend bietet Kevin Anderson (Freier Journalist und Digital Strategist) einen Überblick über die Möglichkeiten und Herausforderungen von Kontext-Strategien.
Im zweiten Teil der Konferenz diskutieren Vertreter der "Innovationsschmieden" aus den großen Medienhäusern über neue Geschäftsmodelle wie die Nutzung des iPads und Apps und Monetarisierungskonzept in Zeiten von sozialer und mobiler Mediennutzung.


